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  Neue Serie: Organisation einer Modellbauausstellung, Teil 9
  19.01.2020 von Bernd Heller

 

Werbung, Sponsoring und Presse

 

Ganz klar: Werbung ist das A und O für eine Modellbauausstellung. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wovon hier nur die wichtigsten genannt werden sollen.

 

- Internet
- Printmedien
- Radio/Fernsehen
- Flyer/Plakate

 

Als Grundlage der Werbung sollte ein Flyer/Plakat mit allen relevanten Daten entworfen werde. Hier gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr. Daher nur die nötigsten Fakten erwähnen. Bilder sagen mehr als Worte. Deshalb sollten auch ein paar Bilder von z.B. gebauten Modellen mit dabei sein. So das ein „unwissender“ Betrachter sofort weiß, worum es bei der Veranstaltung geht.

Es kann auch nicht schaden, das Firmenlogo eines oder mehreren Sponsoren mit auf den Flyer zu setzen. Jedoch muß das mit den Firmen unbedingt vorher abgeklärt werden. So kann man die Kosten der Flyer minimieren. Zusätzlich zum Flyer sollte es einen Text geben, der mehr in die Details der Veranstaltung geht. Dieser Text kann dann universell eingesetzt werden. Aber auch hier gilt: Möglichst knapp und kurz halten.

Werbewirksam kann es auch sein, Personen des öffentlichen Lebens einzuladen die Ausstellung als Ehrengäste oder als Schirmherr zu besuchen. Wenn z.B. der Oberbürgermeister zu Gast ist, wird auch oft immer jemand von der Presse mit dabei sein. Aber auch hier ist es wichtig, solche Einladungen frühzeitig zu versenden. Am Besten direkt, wenn der Ausstellungstermin fix bestätigt ist.

Ein Sponsoring kann sich auch auf Sachspenden für die Tombola beziehen. Vorzugsweise von Firmen, die im Modellbaubereich tätig sind. Aber auch lokale Firmen, die nicht auf diesem Gebiet agieren, können bereit sein, die Veranstaltung zu unterstützen. Frei nach dem Motto: Fragen kostet nichts.

 

Internet

Zum einen sind hier die „Sozialen Netwerke“ gemeint. Dies ist der schnellste Weg, um Werbung zu verbreiten. Zum anderen allgemein das Internet. Insbesondere sind hier Webseiten von Modellbauforen gemeint. Aber auch Veranstaltungskalender von verschiedenen, lokalen, Zeitungen. Auch eine Sammel-Email an bekannte Vereine oder Modellbauer ist möglich. (Achtung: Hier unbedingt die Datenschutz-Grundverordnung beachten!)

 

Printmedien

Den Pressetext und einige aussagekräftigen, hochauflösenden, Fotos (z.B. von der letzten Modellbauausstellung) kann man per email an lokale Tages- und Wochenzeitungen senden und um eine kostenfreie Veröffentlichung bitten. Normalerweise wird dieses Material dann auch verwendet bzw. gedruckt. Wichtig ist, das der zeitliche Vorlauf groß genug ist. Mit der selben email kann man auch vorschlagen, das ein Berichterstatter die Ausstellung besucht.

Man kann natürlich auch kostenpflichtige Anzeigen in den o.g. Zeitungen platzieren. Je nach Auflage und Verbreitungsgebiet kann sich das auf mehrere hundert EURO summieren. Doch diese Werbung ist die nachhaltigste und wird auch am meisten Wahrgenommen. Es kann sich durchaus lohnen, diese Anzeigen aufzugeben.

 

Radio/Fernsehen

Radiospots bei lokalen Sendern sind ähnlich teuer (wenn nicht sogar teurer) wie die Printmedien. Jedoch bleiben sie nicht so im Gedächtnis der Hörer haften und sind schnell wieder vergessen. Es kommt aber auf einen Versuch bzw. Vergleich an, um zu entscheiden, ob so etwas für die aktuelle Veranstaltung sinnvoll ist oder nicht. Beim Fernsehen ist das Regionalfernsehen und private, „offene Kanäle“ gemeint. Überregionales Fernsehen ist mit sehr hohen Kosten verbunden. „Offene Kanäle“ sind besser geeignet, weil sie oft auch technische Ausrüstung vermieten, damit Berichte selbst erstellt bzw. aufgenommen werden. Das ist kostengünstig, jedoch mit einen sehr großen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden, weil die Aufnahmen noch nachbearbeite und vertont werden müssen. Ohne entsprechende Vorkenntnisse ist das ein sehr schwieriges Unterfangen.

 

Flyer/Plakate

Diese können heutzutage bei diversen Druckereien online hochgeladen und in verschiedenen Formaten gedruckt werden. Wichtig ist hier, das die Druckqualität gut ist. Vorkenntnisse bei der grafischen Gestaltung sind daher von Vorteil. Je höher die Auflage der Drucke ist, desto günstiger wird der Preis.

Das Werbematerial kann dann an die unterschiedlichsten Plätze verteilt werden, vorzugsweise dort vielen Menschen sind. So z.B. beim Bäcker, der Döner-Bude, das „schwarze Brett“ im Supermarkt, am Kiosk oder an der Tankstelle. Die Liste ließe sich noch beliebig weiterführen. Doch immer vorher nachfragen, ob es gestattet ist, es auszulegen oder aufzuhängen!

Sinnvoll ist es auch, Flyer dort auszulegen, wo es schon ein grundsätzliches Interesse am Modellbau oder verwandten Gebieten gibt. Oder man nimmt die Flyer mit auf die nächste Modellbauausstellung, die die Clubkollegen besuchen. Denn dort spricht man gezielt das Fachpublikum an.

Das Format der Flyer ist ebenfalls zu überlegen. Denn der verfügbare Platz an einem „schwarzen Brett“ oder auf einer Theke ist begrenzt und es gibt diverse Veranstaltungen, die in gleicher Weise beworben werden. Größer als DIN A5 und A6 sollte es nicht sein. Visiterkartengröße oder ein schmales, rechteckiges Format sind besser geeignet. Großformatige Plakate sind eine weitere Möglichkeit der Werbung. Diese können z.B. an Gartenzäunen oder auf Aufsteller gehangen oder geklebt werden. An Privatgrundstücken unbedingt vorher den Besitzer um Erlaubnis fragen. Um öffentliches Gelände für Werbung zu benutzen muß mit dem zuständigen Ordnungsamt geklärt werden. Auf keinen Fall ohne schriftliche Erlaubnis agieren!

Ein DIN A3-Plakat mag in einem Schaufenster noch recht groß wirken. Stellt man es an den Straßenrand ist es klein und man kann während der Fahrt kaum die Schrift lesen. A2 ist schon besser, aber dann muß auch schon die Schrift recht groß sein. Um für die verschiedenen Möglichkeiten vorbereitet zu sein, wo Flyer/Plakate ausgelegt werden können, ist es zu empfehlen, mehrere Formate drucken zu lassen.

 

Bernd Heller
Für den Vorstand des DPMV e.V.